
7. Februar 1991 |
10 Jahre |
7. Februar 2001 |
Museumsverein der Stadt Forst (Lausitz) e.V.Festveranstaltung im Brandenburgischen
Textilmuseum
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Beate Schneider, Vorsitzende des Museumsvereins der Stadt Forst (Lausitz) e.V
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Dr. Gerhard Reinfeld, Bürgermeister der Stadt Forst (Lausitz)
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| Lausitzer Rundschau, 9.2.2001 Erinnerungen und Ausblicke Festveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des Museumsvereins Forst | |
| Lausitzer Rundschau 10.02.2001 Immer wieder gern in Forst "Gut Licht!" heißt es weiterhin bei Christel und Karl-Heinz Kramer |
Büfett und musikalischer Ausklang des Abends mit der Gruppe Chip aus Cottbus.
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Sehr geehrte Frau Ministerin, sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Herr Kulturdezernent des Landkreises Spree-Neiße, sehr geehrte Gäste, liebe Mitglieder,
herzlich willkommen im Brandenburgischen Textilmuseum! Es freut uns sehr,
daß Sie unserer Einladung so überaus zahlreich gefolgt sind.
Vor 10 Jahren, am 7. Februar 1991, gründeten elf engagierte Bürger den
Museumsverein der Stadt Forst (Lausitz). Vorbild für diese Vereinsgründung
war der 1898 gegründete "Verein für die Geschichte der Stadt
Forst", der im Zusammenhang mit der wachsenden Volksbildungsbewegung im
letzten Drittel des 19. Jahrhunderts als eine Einrichtung des Bürgertums
entstand. Die Forster Museumsvereinsgeschichte kann somit auf über 100
Jahre zurückblicken. Unsere Urgroßväter legten den Grundstock für unsere
heutige Sammlung und bemühten sich um eine museale Bildungseinrichtung für
breite Bevölkerungskreise. Bis 1932 war diese Vereinssammlung im Jahnschen
Schloss untergebracht und anschließend im Alten Amt, in dieser Zeit
übergab man die Sammlung in städtische Hände. Herr Zuber wird uns im
Laufe des Abend dazu näheres vortragen.
Doch was so verheißungsvoll begann, ist durch das Pech der Geschichte ins
Hintertreffen geraten. Kriegsverluste und – schäden, mangelnde
sachgerechte Unterbringung erschwerten die museale Arbeit. Die Neugründung
des Museumsvereines 1991, war somit ein erstes Zeichen dafür, daß die
Stadt Forst Verantwortung gegenüber ihrem historischen Erbe zeigt. Denn auf
das stolz zu sein, was frühere Generationen geschaffen haben, ist töricht.
Nur wenn ererbter Museumsbesitz immer wieder neu erworben wird, indem die
Gesellschaft ihn durch geistige Aneignung lebendig hält, ist er verdient.
Somit habe ich auch schon eine der Aufgaben unseres Museumsvereines
genannt., die Verbreitung des Bewußtseins von der Wichtigkeit des
Sicherinnerns. Das Verstehen von Kunst und Geschichte, vor allem das
Verständnis für die regionale Geschichte, denn das Fremde kann man nur
begreifen, wenn man das Eigene kennt. Kulturarbeit ist Arbeit vor Ort.
Zuständigkeit und Verantwortung können sich hier bewähren.
Unser Verein bietet neben der Unterstützung der Städtischen
Museumssammlung in ihren Grundaufgaben: dem Sammeln, Bewahren, Forschen und
der öffentlichen Ausstellung, auch den Mitgliedern die Möglichkeit, ihre
Freizeit kulturell zu nutzen, Gleichgesinnte zu treffen, Neues zu lernen und
Wissen zu erwerben und Reisegelegenheiten mit Gleichgesinnten. Kurz gesagt,
gesellschaftliches Leben.
1996 kam eine neue Aufgabe für unseren Verein hinzu: die Betreibung des
Brandenburgischen Textilmuseums, das 1995 eröffnet wurde und eine
kulturelle städtische Einrichtung ist. Zunächst beherbergte das Haus in
der unteren Etage die Tuchmacherschauwerkstatt. 1997 gelang es über
Fördermittel des Landes Brandenburg und mit Eigenbeteiligungen von seiten
der Stadt und des Vereins die obere Etage auszubauen und sie seitdem für
Sonderausstellungen und Veranstaltungen zu nutzen. Gleichzeitig war mit
diesem Jahr die Odyssee der musealen Sammlung beendet, denn sie fand
ebenfalls eine entsprechende konservatorische Unterbringung. Über 30.000
Besucher kamen seit dem in das Brandenburgische Textilmuseum, gegenwärtig
läuft die 20. Sonderausstellung und über ABM-Projekte wird die museale
Sammlung weiter erschlossen und in einem modernen Museumsverwaltungsprogramm
erfasst, die Maschinen in der Tuchmacherschauwerkstatt konservatorisch
betreut und somit "am Laufen gehalten" sowie das
museumspädagogische Angebot weiterentwickelt. 210.000 DM stehen dem Museum
für die Bewirtschaftung seitens der Stadt zur Verfügung. Weitere 400.000
DM sind für die Museumsarbeit notwendig, die unser Verein über weitere
Finanzierungsmodelle erschließt. Die vertragliche Vereinbarung für die
Betreibung des Museums durch den Verein ist für zehn Jahre festgeschrieben,
die Finanzierung nur 5 Jahre. In diesem Jahr muß entschieden werden, wie es
weitergehen soll.
Sehr geehrte Damen und Herren, auch das Brandenburgische Textilmuseum ist
ein den Musen gewidmeter Ort. Hier kehren Klio, die Muse der
Geschichtsschreibung und ihre Schwestern ein. Die Erzeugnisse der
schöpferischen Tätigkeit des Menschen finden im Museum gewissermaßen ihre
letzte Ruhestätte. Darin liegt auch eine große Gefahr. Museale Objekte
sind höchst differenzierte vielschichtige Gebilde von mannigfaltiger
Aussagekraft. Ein Museum stagniert, wenn es auf einer einmal erreichten
Stufe verbleibt, wenn es sich nicht mehr zu wandeln vermag, wenn es sich
nicht bemüht, die ästhetische und informative Potenz der ihm anvertrauten
Werke immer neu zu interpretieren und die bestehende Sammlung zu verbessern
vermag. Wie jeder gut geführte Betrieb braucht auch das Museum entsprechend
ausgebildete Menschen, die ihren Beruf erlernt haben, ihn lieben und sich
ständig weiterbilden. Dazu gehört auch das Wissen, das Museumsarbeit
Dienst für die Gesellschaft ist. Wir als Museumsverein, dem heute 135
Mitglieder angehören, bemühen uns in unserer Arbeit um vertrauenswürdige
Themen, die den Menschen hier in der Region eine Chance zur Identifizierung
geben, d.h. Themen, mit denen die Bürger die Anknüpfung an die
Vergangenheit finden können.
In diesem Zusammenhang möchte ich im Namen des Museumsvereins dem
Bürgermeister der Stadt Forst, Herrn Dr. Gerhard Reinfeld, für sein
stetiges Engagement und seine wohlwollende Unterstützung all unserer
Projekte besonders herzlich danken.
Für die beständige Förderung unserer Arbeit gilt unser Dank dem
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg,
dem Landkreis Spree-Neiße, dem Verein Brandenburgische Museen für Technik,
Arbeit und Verkehr sowie Ihnen, verehrte Mitglieder, Freunde und Förderer
unseres Museumsvereins. Nicht ungenannt lassen möchte ich die unzähligen
Stunden ehrenamtlicher Arbeit unseres Vorstandes und unserer Mitglieder in
den vergangenen zehn Jahren.
Dafür herzlichen Dank!
Sehr geehrte Frau Ministerin,
liebe Frau Schneider,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
der Museumsverein ist heute vor 10 Jahren gegründet worden.
Zu diesem Jubiläum darf ich Ihnen, sehr geehrte Frau Schneider, als Vorsitzende, und Ihnen liebe Frau Maaß als Geschäftsführerin und allen Mitgliedern des Vereins im Namen der Stadt Forst ganz herzlich gratulieren.
Der heutige Tag ist in der Tat ein Grund zum Feiern, denn Sie hatten sich damals viel vorgenommen – und Sie haben sehr viel erreicht.
Am besten läßt sich der Stellenwert, den der Museumsverein heute im Leben der Stadt Forst einnimmt, beschreiben, wenn man die in Politik und Geschichte so beliebte hypothetische Frage bemüht: Was wäre wenn? Wo würde die Stadt heute ohne den Museumsverein stehen? Die Antwort überlasse ich dem geneigten Zuhörer und wende mich lieber der einfachen, fast banalen Frage zu, wo würden wir heute sitzen, wenn es den Museumsverein nicht gäbe? Also, ich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Tagesschau wartend vor dem Fernseher, manche von Ihnen am Abendbrottisch, wir alle aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in diesem Gebäude in der Sorauer Straße 37.
Doch lassen Sie mich zum Anfang zurückkehren. Die Jahre 1989, 1990 und auch 1991 kann man mit ruhigem Gewissen dazu zählen, waren die Jahre des Aufbruchs.
Die friedliche Revolution von 1989 und die Wiedervereinigung hatten den Weg frei gemacht für einen neuen Blick auf die Geschichte Deutschlands als Ganzes und auch auf unsere Heimatgeschichte, die über Jahrzehnte vernachlässigt und in nicht wenigen Fällen auch verfälscht worden war.
Es ist das Verdienst der Gründungsväter und -mütter dieses Vereins, ich darf die Namen hier noch einmal nennen: Herr und Frau Unger, Herr und Frau Igel, Herr und Frau Gottschalk, Herr Dr. Bischoff, Herr Kliche, Herr und Frau Zuber und Herr Koch, in einer Zeit, wo so vieles anzupacken war, wo es so dringliche wirtschaftliche Probleme gab, die Gründung eines Museums auf die Tagesordnung der Stadtgeschichte zu setzen. Sie haben die ersten Konzepte erarbeitet; unermüdlich für die Realisierung gewirkt und geworben und letztendlich Erfolg gehabt.
Aber, um mit Wilhelm Busch zu sprechen: "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr", war die Schaffung des Museums noch verhältnismäßig einfach gegenüber der Frage, wie es bei den begrenzten Mitteln der Stadt Forst dauerhaft zu erhalten, zu entwickeln und zu betreiben sei. Der Museumsverein hatte sich auch für diese Aufgabe angeboten, und ich glaube, es war aus damaliger Sicht ein richtiger und aus heutiger Sicht ein glücklicher Beschluss, den Museumsverein mit dieser Aufgabe zu betrauen.
Durch das vielfältige Engagement der Vereinsmitglieder hat sich unser Museum in Umfang und Qualität entwickelt, wie es als Teil der Stadtverwaltung sicher nicht möglich gewesen wäre.
Das Vertrauen, das wir in den Verein gesetzt haben, hat er in vielfältiger Weise gerechtfertigt und nun ist es an uns, dass der Verein auch das Vertrauen gegenüber der Stadt behält.
Die Betreibung des Brandenburgischen Textilmuseums ist eine öffentliche Aufgabe, die der Verein übernommen hat und keine Vereinsangelegenheit im engeren Sinne.
Ich weiß, dass das Budget pro Jahr schmal ist, aber um so anerkennenswerter ist es, was Sie seit Jahren daraus machen.
Ich weiß auch, dass in nächster Zeit neu verhandelt werden muss, da die Fünfjahresfrist abläuft, und mir ist klar, dass es nicht weniger sondern mehr Geld für die Entwicklung und Betreibung des Museum geben sollte, ja geben muss.
Fragen Sie mich bitte heute nicht, wo das Geld herkommt, es ist ein Grußwort und keine Haushaltsdebatte und erlauben Sie mir deshalb, mit dem Sprichwort zu schließen: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg." Eins will ich jedoch hinzufügen, indem ich besonders den Kulturdezernenten des Landkreises, Herrn Kostrewa, anspreche, die Förderung der Museen durch den Landkreis sollte zukünftig ausgewogener als bisher vonstatten gehen. Die Trägerschaft halte ich nicht für den geeigneten leistungsfördernden Maßstab zur Verteilung von Geldern.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
die Betreibung unseres Museums, die Dokumentation, Präsentation und Bewahrung musealer Objekte der Heimat- und Textilgeschichte, das ist schon sehr viel, aber der Museumsverein macht noch mehr. Er entfaltet vielfältige Aktivitäten, die unser Forster Kulturleben bereichern. Ausstellungen, Vorträge, heimatkundliche Exkursionen, Studienfahrten, Theateraufführungen u.v.a.m werden in hervorragender Qualität organisiert. Der Museumsverein hat viele aktive Mitglieder. Wenn ich hier Namen nenne, so bitte ich vorab um Verzeihung, dass ich nicht alle nennen kann, aber keinen von Ihnen ausschließen möchte.
Frau Jung leistet hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Museumspädagogik, die Aufsätze von Herrn Pusch im Geschichtsspeicher und die Aktivitäten von Herrn Buss zur Ur- und Frühgeschichte verdienen es, zu so einem Anlass einmal gewürdigt zu werden, und abschließend möchte ich ganz besonders unseren "Cheforganisator" in Stadt und Verein, Herrn Zuber, und Frau Maaß hervorheben.
Aus alle dem hat sich in den vergangenen Jahren eine Kulturszene eigener Art entwickelt.
Sie wird getragen durch die Mitglieder des Museumsvereins, und ich darf hier ganz besonders unsere Vorsitzende Frau Schneider nennen, deren Herz – so meine ich – für die bildende Kunst schlägt, und sie wird mit geprägt durch dieses Gebäude, diese Räumlichkeiten, die Industriearchitektur, die Geschichtlichkeit, die dieses Haus ausstrahlt;
mitunter sind es auch die kleinen Dinge, die Tuchmacher unter uns lieben den Geruch nach Maschinenöl, mir geht es auch so, obwohl ich kein Textilist bin.
Ich komme gern ins Museum und in Klammern steht in meinem Konzept: besonders dann, wenn ich keine Rede halten muss. Die Veranstaltungen in der Art wie sie ablaufen bringen Geselligkeit mit sich, man kennt sich, aber es sind auch immer wieder neue Gesichter dabei, auch von außerhalb unserer Stadt, die Interesse wecken.
Ich glaube nicht, dass man dieses besondere Flair, dass sich entwickelt hat, planen oder voraussehen kann, es ist einfach da, wir können froh sein, dass es so ist und wir sollten behutsam damit umgehen.
Der Museumsverein versteht es, gelungene Feste zu veranstalten. Ob es das Grillen im Sommer oder die Weihnachtsfeier ist, es macht Spaß, dabei zu sein.
Und an dieser Stelle kann ich nicht umhin, die Grillwürstchen von Herrn Jung und Herrn Schmidt, die Salate von Frau Pfeiffer und die einfühlsamen Weihnachtsgeschichten von Frau Unger zu erwähnen.
Das ist es ja gerade: viele tragen dazu bei, nichts großes Gewaltiges, aber es hat Qualität und es entsteht eine Harmonie der eigenen Art.
Der Museumsverein hat sich für die Zukunft viel vorgenommen. Ich glaube, es ist wichtig, dass der stadtgeschichtliche Teil in absehbarer Zeit Ausstellungsreife erlangt und tatsächlich auch ausgestellt wird.
Das erfordert Investitionen im Seitenflügel zur Badestraße, und wir wollen als Stadt dazu beitragen, dass gemeinsam mit dem Museumsverein die bauliche konzeptionelle Vorbereitung so voran getrieben wird, dass Fördermittel im Jahr 2002 und folgend in Anspruch genommen werden können.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
10 Jahre sind keine lange Zeit. Was der Museumsverein auf die Beine gebracht hat, kann sich sehen lassen. Als Bürgermeister der Stadt danke ich Ihnen für Ihren Beitrag zum Forster Kulturleben, für Ihr Engagement, für die vielen ehrenamtlichen Stunden und ganz besonders für die Kreativität, mit der Sie die Dinge angehen. Ich möchte Sie ermutigen, mit gleichem Elan fortzufahren. Ich versichere Ihnen, die Stadt wird Sie weiter unterstützten.
(gk). Eleonore und Joachim Unger, Elisabeth und Werner Gottschalk, Anita und Herbert Igel, Michaela und Sven Zuber, Dr. Joachim Bischoff, Rainer Kliche und Leonhard Koch wussten vor zehn Jahren von der Wichtigkeit des Erinnerns und vom Erbe des Forster Geschichtsvereins. Sie sind die Gründungsmitglieder des Museumsvereins der Stadt Forst.
Mit der Eröffnung des Museums und seiner Tuchmacherschauwerkstatt vor fünf Jahren wurde nicht nur ein lang gehegter Wunsch der Vereinsmitglieder erfüllt. Seit 1997 konnte nach dem Ausbau der oberen Etage die 20. Sonderausstellung eröffnet werden, 30 000 Besucher kamen, um sich von der Geschichte gefangen zu nehmen.
"Museumsarbeit ist Dienst an der Gesellschaft", sagte Vereinsvorsitzende Beate Schneider auf der Festveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen und dankte dem Kultusministerium, der Stadtverwaltung und dem Landkreis für die bisherige Unterstützung. Professor Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, würdigte die Arbeit aller Vereinsmitglieder, vor allem aber das Engagement für solche Ausstellungen wie "Fadenbruch".
Bürgermeister Gerhard Reinfeld meinte: "Es war ein glücklicher Entschluss, den Verein mit dem Museum zu betrauen." Allerdings könnte er sich für die Zukunft eine bessere Förderung durch den Landkreis vorstellen. Er hofft auf Fördermittel, um den inzwischen unaufschiebbaren Ausbau des Seitenflügels des Museumsgebäudes zur Badestraße hin im Jahr 2002 beginnen zu können.
Sven Zuber endete in seinem historischen Abriss mit einem Ausblick auf die Zukunft und verwies auf den erst vor kurzer Zeit eingerichteten Geschichtsspeicher, der übers Internet jederzeit abgerufen werden kann. "Irgendwann wird es auch eine Geschichtsausstellung geben, bei der ein nur wenige Zentimeter großer Kopf eine Rolle spielen wird, der bei Grabungsarbeiten im Stadtzentrum 1975 gefunden wurde."
Gerd Kundisch
(gk). Christel und Karl-Heinz Kramer kommen immer wieder mal nach Forst, sofern es ihnen die Zeit erlaubt. In dieser Woche waren sie wieder einmal da, um dem Museumsverein zu seinem 10-Jährigen zu gratulieren.
Vielen Forstern sind noch ihre Streifen in guter Erinnerung, als im Januar 1993 der Stadtfilm "Forst ein starkes Stück Brandenburg" über die Leinwand flimmerte. Auch der zweite Film "Forst Kleine Stadt ganz groß", der von Christel und Karl-Heinz Kramer im November 1995 fertig gestellt wurde, war ein großer Erfolg. Großes Interesse brachten die Forster der Fotoausstellung "Von Forst in die Welt" im August 1998 im Brandenburgischen Textilmuseum entgegen.
Das Ehepaar hat neue Pläne. Karl-Heinz Kramer berichtete von seinen Erlebnissen in Kapstadt. "Hier waren wir 14 Tage und haben Wale gefilmt. Wir konnten Wal-Mütter mit ihren Kindern beobachten und deren Verhalten nicht nur studieren sondern auch filmen. Höchst interessant wurde es, als sich mehrere Männchen näherten und immer wieder dasselbe Weibchen begatteten. So etwas wurde in Fachbüchern noch nie beschrieben und erst recht nicht gefilmt! Uns sind da wirklich gute Szenen gelungen!" Weil es Christel und Karl-Heinz Kramer nicht lange an einem Fleck hält, werden sie schon bald wieder im Flieger sitzen und ihre Kameras auf seltene Tiere richten. Als Ergebnis können sich nicht nur die Forster auf weitere Filme freuen. Das nächste Ziel der Kramers wird Ägypten sein. Dort werden sie mumifizierte Tiere, unter anderem Krokodile, filmen.
Gerd Kundisch