
Lausitzer Rundschau vom 04.12.2007
Forst. Mit großer Spannung erwarteten am Sonnabend nicht nur die jüngsten Gäste die Eröffnung der diesjährigen Weihnachtsausstellung im Brandenburgischen Textilmuseum in Forst.
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Foto: Gerd Kundisch |
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Ganz genau in Augenschein nehmen die Kinder Lukas Erbsch und Gregor Auerbach (v.l.) die Modelleisenbahnen.
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Bevor jedoch für die vielen ausgestellten Eisenbahnen
mit ihren unterschiedlichen Spurweiten das Abfahrtssignal eingeschaltet
wurde, galt es den offiziellen Fahrplan einzuhalten.
Der Spatzenchor der evangelischen Kindertagesstätte unter der Leitung
von Elisabeth Menzel, dem Viktoria, Johanna, Lukas, Martin, Alexander,
Gregor und Emilia angehören, nahm vor den Gästen Aufstellung. Sie
sangen von Gott, der die Kinder in allen Ländern liebt, vom
Plätzchenbacktag und den wundervollen Gerüchen in der
Vorweihnachtszeit. Auch die kleinen Solisten Judith und Martin Zuber
sowie Nora Richter waren gekommen, um ihr Können auf Geige und Klavier
zu zeigen.
Auf die Frage von Museumsleiterin Michaela Zuber, ob die Kinder schon einmal den Weihnachtsmann heimlich belauschen konnten, erklang ein einstimmiges «Ja» . Munter drauflos plapperten sie, als sie wissen wollte, womit der Weihnachtsmann zu den Kindern käme. „Er kommt aus dem Weltall mit der Rakete“, „Bei mir ist er gelaufen“, „Zu mir kam er mit dem Motorrad“, waren nur einige Antworten. Ein anderes Kind warf ein: «Wenn er mit dem Flugzeug kommt, brauchen wir eine Landebahn.» Eines stand jedoch fest, der Weihnachtsmann wird schon irgendwie den Weg zu den Kindern finden.
Ohne die fleißige Arbeit von den
Modelleisenbahnfreunden Volker Böhm und Heinz-Peter Bischoff in den
vergangenen Tagen, so Michaela Zuber, wäre die Ausstellung nicht
möglich gewesen. Jeder hatte die Gelegenheit, sich anschließend von den
Eisenbahnen begeistern lassen. Und in mancher Mannesbrust schlug wieder
ein Kinderherz. Richard Zerbock wusste viel über das Modell der
früheren Stadteisenbahn zu erzählen, schließlich war er viele Jahre mit
der „Schwarzen Jule“ unterwegs als sie noch schnaufend und rußend durch
die Forster Straßen fuhr.
In einer Vitrine sind Lokomotiven und
Personenwagen in Miniatur zu bewundern, die in der Zeit zwischen 1952
und 1978 in der DDR gebaut wurden. Jeder Modelleisenbahner, so Michaela
Zuber, sollte sich den kommenden Samstag vormerken. Dann finde eine
Sammlerbörse statt, bei der Modellbahnen getauscht und gekauft werden
können. Festliche Stimmung verbreiten in den Ausstellungsräumen auch
die Weihnachtsbäume, die von die Forster Kita-Kinder geschmückt worden
sind.
Gerd Kundisch