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Viele Kapitel der weiblichen Kulturgeschichte wurden mit der Nähnadel, dem ältesten Nähwerkzeug „geschrieben“.
Die textilen Objekte der Ausstellung „Überlebenskunst – Frauenalltag auf Stoffbildern“ kommen aus allen Kontinenten. In technischer Vielfalt und künstlerischer Gestaltung erzählen sie persönliche und kollektive Geschichten von Frauen. Gestickt, gestrickt, appliziert und in Quilttechnik gefertigt, dokumentieren sie Lebenswege von Frauen aus armen und reichen Ländern, unterschiedlichen Alters und Milieus. Dort, wo Frauen Berufsausbildungen verwehrt sind, kann der Verkauf von Textilien, meist unterbezahlt im informellen Sektor, der Versuch sein, für sich und die Kinder das Überleben zu sichern.
Interviews, die die Arbeiten begleiten, bezeugen oft Not und Unterdrückung, aber auch die Kunst, trotzdem zu leben, die Kunst zu überleben.
Die Ausstellung ermöglicht den Erfahrungsaustausch über textile Techniken und Frauenarbeit. Unterrichts- und Aktionsprogramme für Schulklassen und Gruppen werden zu der Ausstellung angeboten.
Konzeption und Umsetzung der Ausstellung:
Gaby Franger, Ragnhild von Studnitz (†))
Eine Einführung in die Ausstellung gibt am 12. April 2006, um19.30 Uhr Frau Sylvia Backens, Vorstandsmitglied des Vereins Frauen in der Einen Welt, Zentrum für interkulturelle Frauenalltagsgestaltung und internationalen Austausch e.V.
Weitere Angebote:
22. April 2006, 13.00 Uhr
Lebensräume - Patchwork und Applikationen
Textilkunst – Workshop unter Anleitung von Petra Kusch, Kreisvolkshochschule des Landkreises Spreee-Neiße, Fachbereich Kunstt
15. Juni 2006, 18.00 Uhr
Schöne Textilien – Bedrohte Textilien
Aspekte zu Stoffen, Stilen und deren Gefährdung durch Imitationen, Billigprodukte und Gebrauchtkleider. Aus dem Leben der Frauen in Afrika
Vortrag von Christiana Donkorr