
Die Tuchstadt Forst (Lausitz) war zur Zeit ihrerwirtschaftlichen Blüte Anfang des 20. Jahrhunderts als „Deutsches Manchester“
bekannt. Als eines der größten deutschen Zentren der Textilproduktion
unterhielt Forst weit reichende Handelsbeziehungen zu regionalen und
überregionalen Metropolen. Doch welche Voraussetzungen waren dafür notwendig,
diese Position zu erlangen? Welche Schwierigkeiten gab es, insbesondere in den
1920er und 1930er Jahren? Erster Weltkrieg, Inflation, Weltwirtschaftskrise
sowie nationalsozialistische Wirtschaftspolitik gingen auch an Forst (Lausitz)
nicht spurlos vorüber. Wie schaffte es die Forster Textilindustrie, weiterhin
am Markt präsent zu sein und seine Vorrangstellung zu behaupten? Neben den
Metropolen Berlin und Breslau gab es weitere Länder und Städte, in welche
Forster Textilbetriebe wie Friedrich Schmidt, Hermann Bergami und C.H. Pürschel
lieferten. Eine besondere Rolle spielte die Rosshaarproduktion von Hänsel &
Co.
Die Ausstellung gehört zu den geförderten Projekten innerhalb von Kulturland Brandenburg 2008.
Kulturland Brandenburg 2008 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Land Brandenburg.